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****die legendären arschgeigenreden aller clüb brüllées, brüll shows und radiosendungen, hier und jetzt zum nachlesen!****


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die arschgeigenrede des letzten clüb brüllées (no. 24, februar 2005):

Sehr verehrtes Arschgeigenorchester,
Die Schwestern Brüll begrüssen sie ein allerletztes Mal zum Clüb Brüllée in den geheiligten Hallen des Fluc am Praterstern, es ist das 24. Mal dass wir Schwestern Brüll hier an diesem Ort unseren revolutionär-jungfeministischen bis pathetisch-absurden Experimenten frönen können.
Schiff ahoi, der Matrosenclüb, nimmt sie heute abend und von da an forever mit an einen neuen Ort. Basteln at its best steht heute im Zentrum des Abends. Wirkung ist, was sie draus machen. Wir liefern ihnen ein andeutungsreiches Inventar. Ein Schiff ist kein Auto und braucht auch kein Land. Alles andere müssen sie schon mit sich selber ausmachen.
Und wie gewohnt, soll auch diese Arschgeigenrede mit einem Anrufungs- und Aufforderungsfeuerwerk beendet werden, das wir immer in uns parat haben sollten, nicht nur, wenn wir auf Reisen gehen. Daher fassen wir die Essenz der 24 Clübs hier noch einmal zusammen:
1. Arbeiten sie täglich an einer besseren Aussicht, wenn nötig, nehmen sie den Vorschlaghammer mit in ihre Arbeit.
2. Hüten sie sich täglich vor Passivität und innerem Stillstand. Mischen sie sich ein, wo sie nur können, werden sie aktiv, um Herz und Hirn in Schwung zu halten. Ihr Leben ist ihr Belang. Klopfen sie den Chef aus sich heraus. Immer und immer wieder.
3. Schnappen sie sich IHN, ja genau IHN, den großen goldenen Phallus der ach so genialen Kreativität und sie werden nur noch beglückt ausrufen können: ein Wahnsinn, diese Kreativität!
4. Toupieren sie ihr Haar, bis es die Spitze des Patriarchats erreicht und öffnen sie die Pforte mit dem Stöckel ihres Damenschuhs. Denn Revolution, meine Damen, ist schon in unserem Namen: Damen.
5. Erkennen sie mehr, als ihnen vorgegaukelt wird. Die Grenzen ihres Blickes sind die Grenzen ihrer Welt! Erkennen sie den ihnen vorgegaukelten Handlungsspielraum und erweitern sie ihn Tag für Tag ein Stückchen. Seien sie wagemutiger als sie es sich zutrauen, dehnen sie die Gummibänder, die die Welt bedeuten, aus, ignorieren sie sie, bauen sie ihren eigenen Handlungsspielraum ganz nach Bedarf und Stimmungslage. Solipsistisch weltflüchtig nur im Oberstübchen, in den Handlungen solidarisch verschwesternd, im Kampf für eine richtige Welt in/ober/unter/neben der falschen.
6. Gehen sie jeden Tag auf eine neue Reise! Suchen sie nach Um- und Auswegen, pflegen sie diese und lassen sie diese nicht zu einem Trampelpfad der Alltagsgewohnheiten verkommen. Lassen sie es sich nicht nehmen, immer wieder aufs Neue überrascht werden zu können.
7. Und, zu allerletzt, haben sie keine Angst!

In Liebe und Brüll,
Ihre Schwestern Brüll.


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clüb brüllée no. 1: "sur ce masque un autre masque" (februar 2003)

Sehr verehrtes Arschgeigenorchester!
Die Schwestern Brüll präsentieren: „CLÜB BRÜLLÉE“ mit dem Thema des Abends:
„Sur ce masque un autre masque, carneval feministique!“
Wenn frauen zu männern werden und revolution die sprungfeder am stöckel eines damenschuhs ist.
Wenn sich marx, sartre und sloterdijk als exemplare männlicher maskerade bei uns einfinden.
Wenn Frauen große Bärte tragen und Männern dabei die Kastrationsangst entgegenlacht, sind auch unsere Mösenweiserinnen nicht weit.
Wenn das Geschlecht nicht mehr eins ist und sie raten dürfen, warum sie dann eines haben.
Männlich weiblich keine Ahnung?
Dann sind sie richtig
Die Schwestern Brüll starten nun den Container!.
Wir scheitern mit Hingabe.
Chaos ist vorprogrammiert.
Schlechte Planung unsere Strategie.
Mischen sie sich ein und denken sie daran: Kein Sieg ohne Propaganda!
Der Container ist gestartet.


Liebes Arschgeigenorchester, hüten sie sich täglich vor Passivität und innerem Stillstand. Mischen sie sich ein, wo sie nur können, werden sie aktiv, um Herz und Hirn in Schwung zu halten. Ihr Leben ist ihr Belang.
Klopfen sie den Chef aus sich heraus. Immer und immer wieder.

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clüb brüllée no. 2: "romantique brütale - aerobic to my heart" (märz 2003)

Endlich ist wieder ein monat um, freut man sich jetzt – denn die schwestern brüll bringen abwechslung in das etappenweise sich zu tode leben ihrer ganzen generation und präsentieren heute:
Clüb brüllee numero 2, mit dem thema des abends:
Aerobic to my heart – romantique brutale.
Wenn musen mit einem lauten pupsen vom sockel fallen,
no to me is not to me
wenn romantik agressiv und laut in ihre bestandteile zersetzt wird,
wenn schmetterlinge im bauch zu kampfflugzeugen werden und sie sich fragen:
„hormone, wie krieg ich euch unter kontrolle?“
wenn aerobic zum gefühl wird und romantik zu brutalität,
dann sind unsere revolutionären jungfeministinnen nicht mehr weit.

Seien sie aufmerksam zu sich selber und denken sie daran:
Wer tanzt, ist mit sich selbst zu zweit. Am besten bei wildem ausdruckstanz.

Dann können candlelight, hormonlanze und co. Einpacken.


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clüb brüllée no. 4 (mai 2003): "ein knaller, diese revolution! musikalische experimente in revolutionärem jungfeminismus"

Sehr verehrtes Arschgeigenorchester,
wir begrüssen sie herzlich zu unserem ersten und einzigen REVOLUTIONS-SCONGCONTEST.
Seit Monaten rufen wir mittels Flyer, Radio, Mundpropaganda etc. jede und jeden auf, ein Lied für die Revolution zu schreiben, eine Forderung nach einer besseren Welt zu formulieren und diese in die schlechte hinauszubrüllen. Und das alles unter dem Motto: „Ein Knaller, diese Revolution. Musikalische Experimente in revolutionärem Jungfeminismus.“ Der Aufruf gilt übrigens noch immer, wir sind noch immer auf weitere Einsenudungen gespannt, und dieser Appell richtet sich v.a. nicht nur an Musiker.
Unser Langzeitprojekt ist ja der Revolutions-Sampler, auf dem dann alle Beiträge vereinigt werden.
Heute abend präsentieren wir die ersten Beiträge und wir sind sehr gespannt, was da alles auf uns zukommen wird.

Um den Spannungsbogen des abends aufrechtzuerhalten, haben wir fünf Kategorien ausgesucht, nach denen die einzelnen Beiträge von unseren Jurorinnen kommentiert werden.. Was am Ende damit passiert, wissen wir noch nicht.
Die 5 Kategorien sind:
Propagandatauglichkeit – Performance – Styling – Absurdität – Inhalt

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clüb brüllée no. 5 (juni 2003):

Liebes Arschgeigenorchester,
Die Schwestern Brüll begrüssen sie recht herzlich zum Clüb Brüllée numero fünf:
„Terrifying Tartes Attack. Probewerfen für die Revolution.“
Machen auch sie aus ihrem Otto-Normalverbraucher-Haushalt einen subversiv-revolutionär jungfeministischen Haushalt: backen sie ab heute nicht länger Torten und andere Süßwaren zum Verzehr, sondern für die Revolution, indem sie ihre zukünftigen Backwaren schwungvoll und zielsicher aus dem Fenster werfen.
Jawohl, richtig gehört. Und zwar direkt hinein in die dämlich grinsende Fratze des patriarchalen Scheisssystems.
Sammeln sie ihr faules Obst und Gemüse für Repräsentanten dieses Systems!
Trainieren sie sich in Wurf- und Treffsicherheit! Wir bieten ihnen dazu heute die Gelegenheit!
Und kommen sie nie in Versuchung, zu glauben, dass auch nur irgendetwas in ihrem Leben unpolitisch oder gar gewöhnlich sei!

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clüb brüllée no. 6 (juli 2003):

Verehrtes Arschgeigenorchester,
Wir begrüssen sie zum Clüb Brüllée numero 6, damit sind wir in der Clüb-Brüllée Jahreshälfte angekommen. Thema des heutigen Abends ist der hinterfragbare Slogan „Insekten wollen Busen“, tauchen sie mit uns ein in eine fremde Welt, in eine Welt, die der Hochsommer erst so richtig zum Leben erweckt, in eine Welt, die uns das nicht-verstehen schmackhaft werden lässt.
Wenn Insekten Busen wollen und Säugetiere ungewollt über ihren Busen definiert werden,
wenn Natur über Kultur definiert wird,
wenn Blütenstempel und Pollen einem für sie völlig sinnlosen Geschlechtercode zugeordnet werden,
wenn der Busen entscheidet, welcher Gruppe dieses Systems man angehört.
WHATEVER
Wenn ihnen der heutige Abend absurd oder hippiesk vorkommt, dann seien sie ab heute täglich auf der Suche nach dem Absurden, solange, bis es für sie nichts mehr zu finden gibt und dabei sie selber ihr grösstes Fundstück sind.
Seien sie auf der Suche nach anderen irdischen Lebensformen, die sie zeitweise zu imitieren versuchen sollten.
Verwerfen sie dabei jegliche essentialistischen oder biologistischen Erklärungsmuster!
Nehmen sie sich ein Beispiel oder eine Motivation, seien sie absurd und unberechenbar, seien sie mutig, überraschend und anders, erscheinen sie, wenn auch mit sich alleine, so doch zahlreich.
Seien sie heute: ihr eigenes Insekt!
In liebe und Brüll,
Ihre Schwestern Brüll

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clüb brüllée no. 7 (august 2003):

Sehr verehrtes Arschgeigenorchester,
Die Schwestern Brüll begrüssen sie in gewohnter Manier zum siebten Clüb Brüllée und erfreuen sich ihrer Anwesenheit, wenn es heute heisst „die Schwestern Brüll Püül Party auf der Beauty Ranch“.
Relaxez-vous und öffnen sie sich für die von welcher Seite auch immer als angeblich feministischen Tabuartikel verschrienen glamourösen Fetischobjekte wie Büstenhalter, Strumpfbänder, Nagellack und Lippenstift.
LUXUS FÜR ALLE – so unser Motto.
Lips Tits Hits Power und oder Fragezeichen nach Belieben.
Agieren und Reagieren sie und lassen sie sich fallen in den Farbtopf der ewige Schönheit und Jugendlichkeit versprechenden Konsumgesellschaft.
Benutzen sie die Reizmittel ruhig in Übermass und mit tobender Genusssucht, überzeichnen sie sich selbst und schauen sie, ob sie dazugehören. D-A-Z-U.
Legen sie sich in unser Püül, entspannen sie sich und konsumieren sie damit nicht nur die offensichtlichen Annehmbarkeiten, sondern auch den Glamour, den Status, den Sex-Appeal und das Gefühl, all das für ein revolutionäres Wir-Gefühl nutzbar machen zu können.
Eleganz und Stil kombinieren wir mit von Zucker übergossenem Terror. Keine Tarnung ist offensichtlicher als eine in den Armeefarben Oliv und Ocker. Nichts ist distanzierender als Furcht. Seien sie die Frucht und verstärken sie die Ansprüche, die diese beschissene Welt an sie stellt. Oder seien sie radikal dagegen. Nur bleiben sie im Alltag nicht grau und in ihrer Aggression nicht oliv bis ocker. Toupieren sie ihr Haar, bis es die Spitze des Patriarchats erreicht und öffnen sie die Pforte mit dem Stöckel ihres Damenschuhs.
Denn Revolution, meine Damen, ist schon in unserem Namen: Damen.
Daher: seien sie einfallsreicher, seien sie jungfeministisch, alles an ihnen wird heute zur Waffe im Namen der Revolution.
In Liebe und Brüll,
Ihre Schwestern Brüll.

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clüb brüllée no. 8 (oktober 2003):

die schwestern brüll erfüllen einen weiteren punkt ihres manifests und präsentieren im clüb brüllée no. 8:
„müsique brütale – songs i learned from my sister“.
das erste live-konzert der schwestern brüll musikgruppe: revolutionär, jungfeministisch, unberechenbar.
verabschieden sie sich von allem, was sie bisher über musik zu wissen glaubten und lassen sie sich von müsique brütale erschüttern und in ihren zukünftigen umsturzplänen bestärken.
denn keine revolution ohne propaganda und streitlieder!
In liebe und brüll,
ihre schwestern brüll

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clüb brüllée no. 9 (oktober 2003)

"Geiz ist geil" aaaaaaarrrrrrrrrgggghhhhh!!!!!!!!

fertig?
ja!
anfangen!

sprache ist nicht das leben, sprache gibt dem leben befehle.

geiz ist geil ist wohl der allerscheissigste slogan der unterdrückung, mit dem uns zeug für billig verkauft werden soll und die eigene mutlosigkeit und unfähigkeit zum verschwenderischen übermaß, zur prasserei, zur fülle ans geld gebunden und uns so verleidet wird.
und der zeigefinger der sparsamkeit schüttelt seinen kopf. das geizige, neidige raffen, zusammenhalten und ängstlich über die schulter schauen wird mit wohlwollendem nicken des geizgottes belohnt.
pha! we give a fuck!!!!!
geiz ist geil? - das lassen wir uns nicht verkaufen, sicher nicht, ihr arschratten, nicht mit uns!

wir fordern luxus für alle!

destroy this god of averice! now!


in liebe und zorn,
eure schwestern brüll

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clüb brüllée no. 13 (februar 2004)

Verehrtes Arschgeigenorchester,
die Schwestern Brüll begrüssen sie recht herzlich zum 13. Clüb brüllée:

VULVARAMA – DER SEXCLÜB

Sex sells, das haben auch wir begriffen, aber wir wollen mehr darüber wissen: also nehmen sie sich in acht und haben sie keine Angst, tun sie sich was gutes und seien sie dabei.
Denn die schwestern brüll laden sie ein in die fleischlich flutschende wunderwelt von vulvarama. kommen sie und tauchen sie ein in geschichte und bilderwelt dieser immer noch so finsteren gegend der weiblichen topografie. wir präsentieren eine überlebensgroße, begehbare vulva, die voller erforschungswürdiger falten, lappen, geheimnisse steckt und zur selbstbegreifung und selbstbespiegelung einladen soll.
Setzen sie der ewigen Fremdbeschauung ein Ende, indem sie ihren Blick auf ihr eigenes Vulvarama lenken. Hilfsinstrumentarien stellen wir ihnen zur Verfügung.
Erleben sie die ungeheure Vielfalt an Formen und Farben!
Streifen sie mit uns gemeinsam durch die jahrtausendalte Geschichte der Vulva!
Beleben sie die Mythen wieder und entscheiden sie sich jeden Tag neu für die Möse ihrer Wahl.
Wandelbarkeit ist ja das a und o der Judith Butler geschulten Feministinnen und Feministen.
Die Auswahl erstreckt sich von der gezähnten Terrormöse alias Vagina dentata und ihrem alter Ego, der aus der Barockzeit stammenden Mushroommöse, bis hin zur esoterisch besinnlichen aber immer happy-go-lucky grinsenden Möse der Baubo aus der Antike.
Jedem Zeitalter sein eigenes Vulvarama, jedem Zeitalter seine eigenen Geschichten.
Die Schwestern Brüll haben sich auf die archäologisch-kriminalistische Fährte der Vulva gelegt und die verschiedenen Mythen, Bilder, Interpretationsversuche zusammengetragen.
Seulement pour vous, heute und hier, die Ergebnisse, zu sehen in unserem: VULVARAMA!
Welcome, bienvenue, salute a tutti, entrez entrez entrez!
Als kleines amuse geuille erwarten sie die von den schwestern brüll kreierten marzipanmöschen in den geschmacksrichtungen freudensaft und monatsblut.
Guten Appetit.
In Liebe und Brüll,
Ihre Schwestern Brüll.


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anlässlich des "weiberaufstandes" in graz, schlossberg (märz 2004)

Verehrtes Arschgeigenorchester!
Guten Abend Graz! Guten Abend halb Graz!
Die Schwestern Brüll begrüßen sie zu einem feurigen Abend der Extraklasse. Wir feiern heute uns - Frauen mit dem gewissen Etwas - dem Möschen.
Doch unsere Umarmung gilt allen, die sich berufen fühlen, dem patriarchalen Scheisssystem so richtig in die Eier zu treten und eine bessere welt zu fordern (und einzureichen).
Wut vereint, soll aber nicht Selbstzweck sein - sondern Motor und Impuls wirkliche Veränderungen herbeizuführen. Die Schwestern Brüll stehen für eine lebensbejahende, lustvolle Praktizierung des Feminismus in allen Lebenslagen, zornig und heiter, ernst und genussvoll, luxuriös, fordernd, nehmend, einschließend, experimentierend, neugierig und motivierend. Nicht rosa sondern fleischfarben lüstern und revolutionär rot. Wir richten uns an die Welt. Wir wollen die feministische Weltrevolution. Antikapitalistisch und solidarisch. Wir wollen Luxus und Liebe für alle, Mösen und Schwänze für alle, Punkrock forever und nie mehr Schwellenängste.
Ausdruck. Selbstermächtigung. Definitionsmacht in die eigene Hand nehmen. Lasst es raus. Selbstverwirklichung abseits von esoterisch weltflüchtiger Egoentwicklung und neoliberalen Ich-AGs. Arschwackeln für alle. START NOW!!!!
In Liebe und Brüll,
Eure Schwestern Brüll.


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clüb brüllée no. 14 (märz 2004)

ELVIS - DER FANCLÜB

Sehr verehrtes Arschgeigenorchester,
Die Schwestern Brüll heissen sie recht herzlich willkommen in diesen herrlichen Hallen des Fluc zum 14. Clüb brüllée und zu: Elvis Presley – der Fanclüb!
Denn wir wissen: Elvis ist nicht tot, er ist nur in eine bessere Stadt gezogen.
Um herauszufinden, wohin, hat der investigativ-kriminalistische Fanclüb der Schwestern Brüll seine Fährten wieder eingesammelt und präsentiert hier und heute brandneu und brandheiss die Untersuchungsergebnisse: Kuriositäten und Realitäten aus den tausend Leben des Elvis Presley, des King of Rock‘nRoll.
Euphorisch gesammeltes Fanwissen versus langweiligen möchtegern weil wissenschaftlich/en Tatsachen.
Ich bin Elvis‘ Kotelette, ich bin Elvis‘ Tolle, ich bin Elvis‘ Hüftschwung, ich bin Elvis‘ Pelvis, bin seine Hose, sein Hase, sein Fett.
Melden sie sich schon jetzt für ihre Zukunft an und schnappen sie sich damit den Ort, der die Macht der Herrschenden bricht. Wir korrigieren mit ihnen gemeinsame die Vergangenheit und kleben sie wieder fest, Elvis Presleys lose Kotelette!
Daher die heutige Testfrage:
Sind sie Fan? Vielleicht sind sie auch nur gerne leidenschaftlich und haben eine blühende Phantasie und die, verehrtes Arschgeigenorchester, ist wichtig, wenn sie das eingerostete Mobiliar und die eingeschlafenen Gesichter und die stinkenden Ärsche, die sie umgeben, zum Zittern und Erstaunen bringen wollen.
Ich pupse gleich. Right into your face.
Schnappen sie sich heute abend einen unserer Transformationsgegenstände, lassen sie sich von den Klängen des Rock’n’Roll umspülen, stimmen sie ein UND werden sie eins mit dem Objekt unserer Begierde: Elvis, the King, the Pelvis, Presley.
Tauchen sie gemeinsam mit uns ein in die Welt des Fans, die alles übertönt, was das offizielle Wissen immer wieder in den Mittelpunkt unseres Lebens zu rücken versucht.
Lassen sie sich dieses Highlight nicht entgehen!

In Liebe und Brüll,
Ihre Schwestern Brüll



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clüb brüllée no. 16: PETER S. - KEINEN TAU IN DEN BERMUDAS (april 2004)

Sehr verehrtes Arschgeigenorchester!
Die Schwestern Brüll begrüssen sie herzlich zum Clüb Brüllée no. 16: Peter S. - Keinen Tau in den Bermudas.
In der heutigen Performance der Schwestern Brüll prallen die von männlichem Verbalejakulat dominierte und aufgeblähte Welt der Philosophie und die Welt der weiblichen und gesellschaftlich abqualifizierten Reproduktionsarbeit, hier symbolisiert durch Nähmaschinen, aufeinander. Wir sagen dem aufgequollenen, systemstabilisierenden und patriarchalen Philosophenpups den Kampf an. So lassen wir über Peter Sloterdijks ‚Tau von den Bermudas’ die Nähmaschine drüberfahren und machen das sichtbar, was wir schon immer zwischen den Zeilen lesen konnten: einen wohlgeformten, rosaroten Phallus! Im Schatten dieses Tarnkappen-Phallus können anerkanntes, kanonisiertes Wissen und der damit einhergehende blinde Fleck für Neues und dem Weiblichen zugeordnetes Wissen weiterhin gedeihen.
Wir drehen den Aufruf „Schwerter zu Pflugscharen“ in unserem Sinne um und machen Nähmaschinen zu Phallus-Sichtbarmachungs-Maschinen. (Als Berta von Suttner 1889 die Menschheit zur Niederlegung der Waffen aufforderte, fühlte sich leider nur ein Teil der Bevölkerung angesprochen.) Definieren Sie für sich den Begriff der Waffe neu und lernen Sie mit uns den subversiven Einsatz von Alltagsgeräten!


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clüb brüllée no. 18 "revolver" (juli 2004)

verehrtes arschgeigenorchester!
es ist sommer und das bedeutet für die schwestern brüll: ran an die waffen,
schläferinnen! daher begrüssen wir sie zum heutigen clüb brüllée mit dem titel "revolver".
die schwestern brüll versuchen sich nochmal an dem, was sie letztes
jahr mit törtchen und softeis begonnen haben: zielen - werfen - treffen.
terrifying tartes attack II. doch diesmal sind es keine direkten
schießübungen auf ein bewegtes und nervendes gegenüber, nein, diesmal
kreieren die schwestern brüll LIVE und mit fetten knarren ausgerüstet ein
pain(t)ball-schießbild, wie es noch niemand erlebt, gesehen oder gehört hat
und doch schon so viele vor ihnen probiert haben. ein abend zum fürchten und
gruseln, der abkühlung und erregung verspricht!
daher: seien sie gespannt, seien sie vorsichtig, seien sie dabei und
inspiriert! seien sie und bleiben sie immer auf der suche!
in liebe und brüll,
ihre schwestern brüll


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clüb brüllée no. 19: "tape it baby! meuterei am kassettendeck" (september 2004)
Arschgeigenrede:
Sehr verehrtes Arschgeigenorchester!
Die Schwestern Brüll begrüssen sie recht herzlich zum Septemberclüb, dem 19. Clüb Brüllée mit dem vielversprechenden Titel „Tape it Baby! Meuterei am Kassettendeck“. Der heutige Abend steht at the first sight im Zeichen eines nostalgischen Rückblicks auf die Zeit, als Audiokassetten für Heranwachsende und Ausgewachsene die einzige Möglichkeit boten, diverse Musikhighlights aus Funk und Fernsehen aufzuzeichnen oder sich vor Sehnsucht verzehrende Mixtapes für die Herzallerliebsten zusammenzustellen. Kassetten waren aber auch ein gutes Medium, um sich gegenseitig schnell und unkompliziert über die aktuellsten Musiktrends zu informieren, wie es anhand der eigenen Kassettensammlung am Beispiel Grunge gut nachvollzogen werden kann. Weiters waren Audiokassetten auch prima dafür geeignet, sich seine Lieblingsserien aus Mangel an einem Videorekorder aufzuzeichnen und diese als Hörspiele immer und immer wieder vor dem geistigen Auge abzuspielen.
Kassetten waren für alle da. Für jede Besitzerin eines Jugendzimmers. Und für jede Bravo-Starschnitt Sammlerin. Fast Forward. Record. Rewind. Play. Eject. Stop. FF. Rec. Rew.
Man könnte folgende Frage kaum schlechter stellen, um an den Retrokult (pfuaah) der 90er Jahre nahtlos anzuschließen – wenn man wollte. Wir stellen sie der Rhetorik und dem Ablauf einer Eingangsrede halber trotzdem: Also: Wo ist sie hin, die Zeit, als man mit einem kleinen Tape ganz gross rauskommen konnte? Nicht nur auf persönlicher oder zwischenmenschlicher Ebene (I love YOU), nein, auch im big business, im Sinne eines „WE love YOU“?
Aber, um das noch vorab aufzuklären, ist das Huldigen einer trendigen Retrokult-alles war so einfach und hübsch bunt-Gesellschaft nicht unser Anliegen, geschweige denn eine Art Ziel.
Die Idee zu diesem Clüb kam, im wahrsten Sinne des Wortes, im Schlaf: als ich, dynamischer und fantasivoller Adam Green Fan, davon träumte, das besagtes Jungstarlett und Bühnenreh, in der Küche einer mir bekannten Chemikerin Kassetten auflegte und ich mich hoffnungslos verliebte.
Machen sie ihre Träume wahr oder lachen sie über diesen Rat. Wenn etwas im dreidimensionalen Raum nicht zum Erfolg führt, dann wechseln sie die Dimension. Werden sie, z.b., Malerin. Seien sie in dieser Hinsicht anpassungsfähig. Soll meinen, dass sie die Gegebenheiten gegebenenfalls ihnen anpassen, und nicht umgekehrt.
Wühlen sie in den Kisten ihrer Vergangenheit, wenn sie das Gefühl haben, vom Weg abgekommen zu sein oder sich verirrt zu haben. Gehen sie zurück oder stellen sie sich beiseite, wenn sie nicht vorankommen. Überlegen sie von Zeit zu Zeit auch immer wieder mal: Was tun, wenn das beste schon hinter mir liegt?!
Tja, mit dieser Aussicht lassen wir sie alleine, lenken sie aber dennoch für die nächsten Stunden von diesem Eingangstor der Melancholie gehörig ab, auch im Wissen, dass wir damit einer sich selbst zelebrierenden Spassgesellschaft Tor und Tür öffnen werden.
In Liebe und Brüll,
Ihre Schwestern Brüll


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clün brüllée no. 20: die schwestern brüll eröffnen: den handlungsspielraum (oktober 2004)

verehrtes arschgeigenorchester!

die schwestern brüll präsentieren: clüb brüllée no. 20. der container startet in wenigen minuten.

machen sie sich bereit! denn heute, am abend des 20. clüb brüllée machen die schwestern wieder einmal deutlich, worum es ihnen im grunde aller clübs geht: um die ausweitung der revolutionszone.

daher eröffnen die schwestern brüll heute: den handlungsspielraum. die keimzelle der revolution ist heute ein aus gummibändern konstruierter fiktiver raum im raum, der innenraum im außenraum im innenraum, wie der mann mit der lustigen haartracht es nennen würde. vielleicht ist es auch der außenraum im innenraum im außenraum, aber wie immer beschäftigen solch vermeintliche spitzfindigkeiten die schwestern brüll eher selten. der gummibandraum dient den schwestern brüll heute handlungsspielraum für ein improvisationsstück der anderen art. bodyworkout und experimentelle musik werden zusammengeführt und so die absurdität der entfaltung zugeführt. aus absurdität entsteht schönheit der anderen art, chaos ist flexibel, absurdes chaos ein beginn der revolution.

verehrtes arschgeigenorchester, erkennen sie mehr als ihnen vorgegaukelt wird. die grenzen ihres blickes sind die grenzen ihrer welt! lassen sie ihn schweifen, ab und weg und weit und nah, mikroskopisch und teleskopisch, stetoskopisch und inneraugig, versuchen sie umkehrblicke, durchdringungsblicke, kampfblicke. erkennen sie den ihnen vorgegaukelten handlungsspielraum und erweitern sie ihn tag für tag ein stückchen. seien sie wagemutiger als sie es sich zutrauen, dehnen sie die gummibänder, die die welt bedeuten, aus, ignorieren sie sie, bauen sie ihren eigenen handlungsspielraum, ganz nach bedarf und stimmungslage. solipsistisch weltflüchtig nur im oberstübchen, in den handlungen solidarisch verschwesternd, im kampf für eine richtige welt in / ober / unter / neben der falschen.

in diesem sinne, in liebe und brüll, ihre schwestern brüll.

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die grosse brüll show nr. 1 (august 2003)

„Sehr verehrtes Arschgeigenorchester, wir begrüssen sie zur ersten grossen Brüll-Show, live aus dem b72.
Von diesem Monat an findet die grosse Brüll-Show alle zwei Monate statt, dabei werden wir immer wieder auf der Suche nach gelebten, gewünschten oder verhinderten Idealidentitäten und Lebensentwürfen Gästinnen zu uns einladen und sie nach ihrem persönlichen „How come..“ befragen.
Die so simpel klingende Frage „Wie schaffe ich es, mein Leben so zu gestalten, dass ich glücklich bin?!“ wird wohl kaum eine generelle Antwort finden können, aber vielleicht Motivation zur Veränderung, unbändigen Tatendrang in eine neue Richtung oder noch intensiver ausgelebte Lethargie verschaffen.

Mit dem Slogan "Luxus für alle!" schauen wir dem Underground der Subkulturen mit der Fratze von Katherina Valente ins Gesicht!

Radical Cheerleading, Idealidentitäten und „Grosser Star? - Das kann ich auch!“ – all das und vieles mehr wird ihnen heute abend geboten werden.

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DIE GROSSE BRÜLL SHOW nr. 2 (13.10.2003, b72)
Die Schwestern Brüll geben nicht auf: they are stepping on the full gas und damit geht die GROSSE BRÜLL SHOW in die zweite Runde. Wer glaubt, er hätte schon alles gesehen, was revolution a-go-go zu bieten hat, kann sich freuen: die Schwestern Brüll haben noch mehr auf Lager!
Wie schon beim grossen ersten Mal, werden wir Stargästinnen auf unsere Bühne bitten und sie nach ihrem persönlichen Idealidentitätsprojekt befragen. Im Mittelpunkt unseres revolutionär-jungfeministischen Interesses stehen diesmal verschiedenste Fragen aus dem Schwestern Brüll-Fragentopf „Revolution“ – denn dieses Ziel wollen wir bei aller Amour und Beauté nicht aus dem Auge verlieren!
Die Schwestern Brüll scharren schon mit ihren Gänsefüsschen in den Startlöchern. Also legen Sie mit uns los, auf in die zweite Runde!


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....schwestern brüll...ein wahnsinn, diese kreativität!