| title [year, status] |
"niemandsland" [2001, released] |
| keywords |
installation + projektion |
| materials [dimensions] |
7*7 minigloben, vdoprojektor, dunkelsteinerwald, hackische höfe [0,02 parsec] |
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| references |
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| links |
www.niemandsland.net |
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| abstract |
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concept_01
auf einer wand werden 14 erdkugeln befestigt, die globen sind weiß und bilden eine meridianische projektionsfläche. mit einem videoprojektor werden die minigloben mit erdteilen, texten, orten und viewsplashes bestrahlt. pro globus ein bild. das gesamtbild ist also facettenartig und metaphiert die wandelbare vielfalt der kulturellen welt.
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zu "never been there" fällt einem/r ethnologen/in dann nur mars, milchstraße und erdmittelpunkt ein. denn der mensch war schon überall und ist schon überall. die weißen flecken sind von der landkarte verschwunden und die scheibengestalt der erde hat man einfach abgeschafft. dabei war gerade diese so praktisch, denn die unterseite war für den rationalen wissenschaftler schon immer unzugänglich. für die kunst gab es da nie ein problem. es gibt keine welt die nicht schon erfunden wurde, kein raum der nicht gezeichnet werden kann. denn, obwohl wir uns als rational und aufgeklärt bezeichnen, verhalten wir uns trotzdem nicht immer so. dieses spannungsfeld zwischen wissenschaftlicher und künstlerischer repräsentation kreierte die wirkungen der postmoderne [mittlerweile in der phase der retro-moderne] und eine gesellschaftstheorie die sich selbst, im sinne einer verkünstelung, synthetisiert. sie nähert die wissenschaft nicht schlechterweise der kunst und die kunst nicht nur ästhetisch an die wissenschaft an, sondern drängt die betrachtung der welt aus dem rahmen der vernunft hinein in die funktionalität der illusion.
das einzige was wahr bleibt, ist die tatsache der kommunikation. alles andere gilt es zu bezweifeln, bzw. gilt es gleich von anfang an als zynische inszenierung vollziehen. all dies voreingenommen ist politik nur mehr ironie. [ein guter oder schlechter scherz].
somit ist alle kunst und wissenschaft die dieser oberfläche entkommt und sich den tatsachen stellt das höchste sein an sich. die anderen schweben in der sphäre der ignoranz und dem raum der angst vor dem anderen. aber was weiß ich: never been there.