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title [year, status] "schöne urlaubsgrüsse" [2000/2001, released]
keywords postkarten – miniaturen
materials [dimensions] kopie, transfer auf textil, papier, folie, stecknadeln, lupen [5,5*2cm, 4*2,5cm, 3*2cm, 2*1cm, 1*0,5cm]

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abstract
gruesse aus der ferne

concept_01

seit mehreren jahren beschäftige ich mich in meinen arbeiten mit schichten und schichtungen und damit verbundenen phänomenen, wie transparenz, distanz oder erinnerung. thematisches nebenprodukt ist dabei der scheinbar mächtige umgang mit beinahe alltäglichen materialien und die der kunst im allgemeinen eher entgegengesetzte haltung des nicht ewig bedauernden. meine kunst gibt scheinbar vor kunst zu sein, spielt mit den betrachtern, lässt sich, weil teils winzig [0,5 x 0,9 cm groß], leicht transportieren, zeichnet sich aus durch geringe materialkosten. sie ist nicht für die ewigkeit gemacht, läßt sich sehr leicht entsorgen, sie braucht kaum platz und sie ist billig. diese kunst erfüllt also alle voraussetzungen, die kunst nicht erfüllen sollte.

schöne urlaubsgrüsso ist eine miniaturen postkarten serie, entstanden aus einer geerbten sammlung von karten vorwiegend aus den 60er, 70er oder 80er jahren. die verwendeten bildmaterialien spiegeln nicht bloss die zeit des nahtourismus wieder, wo caorle oder teneriffe bereits unerreichbare traumziele waren. die karten verbindet auch der umstand, dass ich nie dort war. es sind die bilder der sehnsüchte und erinnerungen eines anderen. auf winzige formate verkleinert, geschichtet und wie insekten mittels stecknadeln aufgespießt, blieb in den arbeiten nur mehr ein hauch des tatsächlichen objektes der sehnsucht zu spüren. wie erinnerungen treten sie in den hintergrund, ja verstecken sich gar und sind bestenfalls mittels lupe noch lesbar.


kurztext

miniaturen: kopie, transfer auf textil, papier, folie, stecknadeln, lupen
grössen etwa 5,5*2cm, 4*2,5cm, 3*2cm, 2*1cm, 1*0,5cm serie ca 100 miniaturen

ob sommerfrische in bad gastein, urlaub am mühlviertler bauernhof oder abenteuer in der sahara, all diese reisen befriedigen vor allem eine alte sehnsucht der menschheit nach dem neuen, fremden, anderen. im falle der stadtbewohner ist dies wohl der urlaub auf dem lande. in den postkarten manifestieren sich die damit verbundenen klischees, sie bewahren die erinnerung an das schönste bild der reise, auch wenn die wirklichkeit so gar nicht jenem postkartenidyll entspricht. was letztlich von den reisen bleibt, sind winzige erinnerungsfragmente, wie die bilder der postkarten, nur schöner.
you have to come closer